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Die Zeit der Masken

Die Zeit der Masken
Respektvoller Abstand auf dem Wochenmarkt. (Bild: Uli Landthaler)

Die Innenstadt belebt sich langsam wieder

Aufatmen bei den Händlern: Die Einkaufsstraßen füllen sich mit Leben, die kleinen Geschäfte haben wieder offen – ab Montag aber nur mit Mundschutz.

BIBERACH – Warteschlangen vor Eisdielen und Marktständen, wo mit Kistenstapeln und Absperrbändern der Besucherverkehr geregelt wird: Am Mittwoch war zumindest wieder ein halbwegs normaler Markttag in der Biberacher Innenstadt. Die kleinen Läden haben wieder offen, müssen aber den Kundenstrom regeln.

„Wir sind am Montag richtig überrannt worden“ berichtet Cristina Huchler von der Stadtbuchhandlung. Und das, obwohl sie mit Barriere, Stoppschild und Mundschutz-Pflicht auf die penible Einhaltung der Corona-Regeln achtet. Boutiqe-Betreiberin Gaby Lutz bestätigt: „Die Leute sind alle lieb. Ich habe sogar ein Blumensträußchen bekommen“ – auch wenn der große Run bei „Lady Dress“ in der Pfluggasse noch nicht eingesetzt hat.

Höchste Zeit, dass es weitergeht, sagt Robert Gerster, der in seinem Töpferhaus am Weberberg Laden und Werkstatt betreibt, aber noch keine Kurse geben kann. „Die Stadt war schon sehr verödet“. Normale Verhältnisse erwartet er aber nicht so schnell wieder. Wenn das Schützenfest und dazu noch das Rosenfest am Weberberg ausfallen, werden es die Geschäfte dort spüren. Blankes Unverständnis herrscht bei Sport Heinzel und dem Modehaus Kolesch, die wegen ihrer Größe noch nicht öffnen dürfen. „Die jetzige Regelung ist für uns nicht nachvollziehbar“, heißt es in einem Schaufensteraushang von Kolesch. Möglicherweise bringt das Gerichtsurteil vom Mittwoch eine Änderung.