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Die Finanzspritze für die Kultur

Die Finanzspritze für die Kultur
Das Foyer der Jugendkunstschule ist derzeit ein rosa Salon – und war Ort der Spendenübergabe der Hugo Rupf-Stiftung (2.v.r. Vorsitzender Nikolas Palmarini). Hier erläutert Kerstin Bönsch das Projekt der Wieland-Stiftung. (Foto: Landthaler)

Turnen für Kinder, Ausflüge für Schützentheaterdarsteller, Uniformen für Feuerwehrmusiker/innen –  es gibt viele Dinge, die ohne eine Finanzspritze der Hugo Rupf-Stiftung in Biberach vielleicht nicht realisiert würden. Der Biberacher Unternehmer und Ehrenbürger hat 1978 eine Stiftung gegründet, um das kulturelle Leben in Biberach zu fördern. 

Zirkus und Märchenpark

Dieses Jahr standen dafür 13 400 Euro bereit, es war schon mehr, aber das Zinstief hinterlässt auch hier seine Spuren, wie der Stiftungsvorsitzende Nikolas Palmarini deutlich machte. Verteilt wurden sie auf zehn Institutionen, weshalb die Spendenübergabe in der Jugendkunstschule ein Treff der Biberacher Kulturszene war.

Vertreter von Schützendirektion, Jugendkunstschule, TG Biberach, dem Literaturarchiv Oberschwaben, der Gesellschaft für Heimatpflege, dem Dramatischen Verein, der Wieland Stiftung, dem evangelischen Kantorat, der Trachtengruppe Mettenberg und der Freiwilligen Feuerwehr stellten ihre Projekte vor, die sie mit der Spende mitfinanzieren. Sehr einleuchtend war zum Beispiel jenes der Feuerwehr: Schon weil unter den rund 200 ehrenamtlichen Wehrleuten und ihrem Spielmannszug ja auch die eine oder andere Frau ist, müssen neue Uniformen für die Musiker/innen her – die Hugo-Rupf-Stiftung hilft dabei.

Die Mettenberger brauchen neue Schürzen für ihre Trachten. Die Gesellschaft für Heimatpflege plant für 2020 ein Buch über die Biberacher Weihnachtsbräuche, die Wieland-Stiftung verwandelt im August den Wielandpark  in einen Märchenpark. Die Evangelische Kantorei plant im Sommer eine große Konzertaufführung zu Karl Jenkins „The Peacemakers“ mit dem Chor aus Biberachs Partnerregion Guernsey. Und die Jugendkunstschule macht in Kooperation mit der TG Biberach ein Zirkusmusical in der Stadthalle und Theater und Performance im Bahnhof.

Alle Jahre wieder

 Dramatischer Verein, Schützendirektion, TG, Literaturarchiv und Heimatpflege sind die „Dauerverwöhnten“ (OB Zeidler), die jedes Jahr einen Zuschuss erhalten. Palmarini: „Es geht dabei nicht nur ums Geld, sondern auch um die Wertschätzung“.                 

ula/pr