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Die Fahrgäste nutzen das Biberacher Nahverkehrsangebot langsam wieder

Die Fahrgäste nutzen das Biberacher Nahverkehrsangebot langsam wieder
Das Ordnungsamt und das Kontroll-Team der Stadtwerke kontrollieren, ob alle Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel eine Maske tragen. (Bild: Stadtwerke Biberach)
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Biberach – Nach dem „Lockdown“ im März waren die Fahrgastzahlen trotz gutem Angebot im Biberacher Stadtbusverkehr stark eingebrochen. Seit Anfang Mai fahren die Linienbusse wieder nach Schulfahrplan.

Erste Schulklassen besuchen den regulären Unterricht wieder. Über das automatische Fahrgastzählsystem in den Stadtbussen konnten sich die Stadtwerke einen schnellen Überblick über die Entwicklung der Fahrgastzahlen verschaffen. In der ersten Schulwoche wurden die Beförderungszahlen aus über 200 verschiedenen Fahrten ausgewertet.

Die Ergebnisse sind besser als gedacht: Die Stadtwerke befördern im Stadtverkehr schon wieder annährend 50 Prozent der sonst im Mai üblichen Fahrgäste, im Überlandverkehr sind es immerhin schon wieder fast 30 Prozent. Im Durchschnitt fahren 9 Personen pro Fahrt mit den Linienbussen der Stadtwerke. „Dies ist für den Dauerbetrieb zwar viel zu wenig, aber nach den Wochen mit leeren Bussen sind wir froh, dass sich wieder Fahrgäste trauen, mit uns zu fahren“, so Helmut Schilling, Leiter des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bei den Stadtwerken.

Auch der Einsatz der Verstärkerfahrzeuge führt dazu, dass die Auslastung der Fahrzeuge bezüglich dem Abstandsgebot unproblematisch ist. In den erhobenen Fahrten waren nie mehr als 26 Personen gleichzeitig im Bus. „Der Mindestabstand konnte bei den gezählten Fahrten eingehalten werden“, erklärt Schilling.

Seit Ende April ist bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln das Tragen von Masken Pflicht. Ordnungsamt und Stadtwerke kontrollieren die Einhaltung der Maskenpflicht in den Bussen. „Die Maske gibt insbesondere in den Fällen mehr Sicherheit, in denen das Abstandhalten nicht in der gewünschten Form möglich ist“, erklärt Helmut Schilling. Alle Personen ab einem Alter von 6 Jahren sind verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, wenn sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Die Maske kann selbst genäht sein, erlaubt sind auch Tücher und Schals.

Die Stadtwerke sind zufrieden: Erste Kontrollen zeigen, dass die Fahrgäste solidarisch sind und sich an die Maskenpflicht halten. Es wäre schade, wenn Ordnungsgelder vom Ordnungsamt verhängt werden müssten, nur damit alle Fahrgäste in den zusätzlichen Schutz der Masken kommen.

Die Verkehrsunternehmen leiden insgesamt sehr stark unter den Folgen der Pandemie. Der Fehlbetrag ist bei den Verkehrsunternehmen Land auf und Land ab aktuell sehr hoch, da die Leistung kaum reduziert wurde und gleichzeitig die Erlöse fast vollständig fehlen. Damit sich dies wieder langsam ändert, steigen die Fahrerinnen und Fahrer in den nächsten Tagen nach und nach wieder in den Fahrscheinverkauf ein. Ab diesem Zeitpunkt werden dann auch wieder Fahrscheinkontrollen durchgeführt und geahndet.