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Bestattungen: Nur noch fünf Personen erlaubt

Bestattungen: Nur noch fünf Personen erlaubt
(Bild: Oliver Hofmann)
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BIBERACH – Für Trauerfeiern, Totengebete und Bestattungen auf den Friedhöfen der Stadt Biberach hat sich jetzt etwa Wichtiges geändert im Vergleich zur bisherigen Verordnung des Landes.

Ab jetzt dürfen bei Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebeten und Trauerfeiern unter freiem Himmel nur noch fünf statt bisher zehn Personen dabei sein, dafür wurde der Personenkreis erweitert. Jetzt dürfen auch Personen dabei sein, die in gerader Linie verwandt sind, zum Beispiel Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder, oder in häuslicher Gemeinschaft miteinander leben. „Durch die Anpassung der Verordnung wurden einige Unsicherheiten bei Trauerfällen geklärt, die bei den bisherigen Regelungen auftraten und sie entspannt die Situation“, sagt Wolfgang Winter, der Leiter des Bauverwaltungsamtes. Die bisher vorgegebene Höchstzahl von zehn Personen sei den Bedürfnissen der Angehörigen, ihrem Verstorbenen das letzte Geleit zu geben, nicht immer gerecht geworden. „Dass nun Familienangehörige nicht mehr ausgeschlossen werden müssen, ermöglicht den engsten Hinterbliebenen einen echten Abschied von ihren Verstorbenen. Dennoch müssen wir zusammen mit der Trauerfamilie auch künftig sicherstellen, dass die Abstandsvorschriften eingehalten werden und dass die Trauerfeier auf den engsten Familien- und Freundeskreis beschränkt bleibt“, so Winter.

Geistliche bzw. Trauerredner sind auf den teilnehmenden Personenkreis nicht anzurechnen, auch Bestatter und weitere Helfer, wenn sie mit der Trauergemeinde nicht in Kontakt stehen. In Traueranzeigen soll möglichst schon darauf hingewiesen werden, dass die Bestattung nur im engsten Familienkreis stattfindet. Auf das Datum der Beisetzung sollte möglichst verzichtet werden. Die Bestattung/Trauerfeier sollte möglichst kurzgehalten werden.

Bei Aufbahrungen ist die Verabschiedung auf den engsten Familien- und Freundeskreis zu beschränken. Ein Aufenthalt von mehreren Personen gleichzeitig beim Sarg ist nicht zulässig. Es darf sich maximal eine Person im Raum mit dem Sarg aufhalten und maximal eine Person vor dem Aufbahrungsraum. Den weiteren Angehörigen ist der Aufenthalt außerhalb der Friedhofseinrichtungen unter Beachtung des vorgesehenen Abstandes von Person zu Person gestattet.