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„Wir werden das durchstehen!“ – Das ist die aktuelle Lage bei „Jump Town“ in Bad Saulgau

„Wir werden das durchstehen!“ – Das ist die aktuelle Lage bei „Jump Town“ in Bad Saulgau
Aktuell leider wie leergefegt, ansonsten das reinste Spielvergnügen für Kids, Jugendliche und Erwachsene: die Trampolinhalle „Jump Town“ in Bad Saulgau. (Bild: Jumptown Bad Saulgau)

Es ist ausweglos: Corona trifft alle. Die beliebtesten Freizeitangebote können nicht mehr genutzt werden, vom Fitnessstudio bis hin zum Hallenbad, einfach alles hat zu. Am 17. März hieß es deshalb auch für die Trampolinhalle „Jump Town“ in Bad Saulgau: Türen schließen.

Bad Saulgau – Bei „Jump Town“ lässt man sich trotz der angeordneten vorrübergehenden Schließung nicht unterkriegen. Minijobber könne man zwar aktuell nicht beschäftigen, so Marketingleiter Marcel Motsch. Dennoch könne man alle Festanstellungen halten – schließlich ist es nicht so, dass es für die Mitarbeiter nun nichts mehr zu tun gibt.

Denn was die Nutzung der Trampolinhalle betrifft, so hat sich für die Betreiber das Konzept der vorangehenden Reservation bewährt. Somit kann das Springvergnügen nach wie vor online und telefonisch gebucht werden, zwar nicht für den Zeitraum bis zum 19. April, denn bis dahin muss die Halle noch geschlossen bleiben. „Aber für die Zeit danach bekommen wir auch jetzt schon Buchungen“, sagt Marcel Motsch. Aktuell außerdem besonders wichtig: für die Fragen der Kunden erreichbar zu sein. Deshalb ist das „Jump Town“-Telefon täglich von 10 bis 14 Uhr besetzt. Und auch ansonsten gibt es genügend Büroarbeit, die das fünfköpfige Team erledigen muss. Selbstverständlich wird auch der Hausmeister weiterhin gebraucht – es soll ja alles instand bleiben.

Dass nun aufgrund des Corona-Virus die Türen tatsächlich geschlossen bleiben müssen, hätte sich hier im Dezember noch kaum jemand vorstellen können. „Ich war sogar eine Woche vor dem großen Shutdown noch im Ausland“, so Motsch. Doch als ersichtlich wurde, wie ernst die Lage tatsächlich ist, war auch den Mitarbeitern von „Jump Town“ sofort klar: jetzt lieber überreagieren anstatt sich später mit Vorwürfen herumzuplagen.

Denn die Trampolinhalle hat noch einen weiteren Standort in Augsburg. In Bayern galten aufgrund der Corona-Pandemie schon vor Baden-Württemberg verschärfte Bedingungen. Daher hat das Team in Bad Saulgau direkt mitgezogen und sowohl die Trampolinhalle als auch den großen Saulgauer Indoor-Vergnügungspark für Kinder, „Sendolino“, ab 17. März geschlossen.

Grundsätzlich sei man in beiden Betrieben, sowohl der Trampolinhalle als auch im „Sendolino“, auf den Betrieb mit Kindern und Jugendlichen eingestellt. Daher gelte auch zu Nicht-Corona-Zeiten, dass dort immerzu hygienische Bedingungen herrschen. „In der Trampolinhalle gibt es sowieso nicht allzu viele Berührungspunkte – gesprungen wird mit den Füßen. Dennoch gilt, dass bei uns täglich desinfiziert und gereinigt wird“, erklärt Marcel Motsch. „Das ist natürlich im Sendolino, wo hingegen sehr viele Flächen regelmäßig berührt werden, ebenso unabdingbar“. Eine spezielle Reinigungsfirma musste nach der vorübergehenden Schließung also nicht anrücken, das Team hat Erfahrung.

Team finanziell gesund

Aber wie kommt das Team während der Schließung eigentlich über die Runden? Kann nach der Krise wieder geöffnet werden? Die Antwort: Keine Sorge! Denn das Team plant vor, schließlich müssen sie sich auch im Alltagsbetrieb jederzeit auf eventuelle Gut-Wetter-Perioden, die in diesem Fall weniger Einnahmen bedeuten, einstellen. „Wir müssen sind auf unberechenbare Zustände so gesehen vorbereitet und klären immer von vornerein, dass wir finanziell ‚gesund‘ aufgestellt sind“, so Motsch. Ob nun aber dennoch Kurzarbeit oder ein Abbau der Überstunden für die Festangestellten verordnet wird, sei derzeit noch in der Schwebe.

Dem Springvergnügen nach dem großen Shutdown steht also nichts im Wege – und das Team freut sich schon. „Wir hoffen, dass nach dem ganzen Bewegungsmangel in der Quarantäne wieder ein unbändiger Bewegungsdrang bei den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entsteht und sie dann zu uns in die Halle kommen, um sich dann mal wieder so richtig auszupowern!“

Voraussichtlich ab 19. April öffnet „Jump Town“ Saulgau seine Pforten wieder für die Öffentlichkeit. Und bis dahin ist sich Marcel Motsch sicher: „Wir werden das durchstehen!“.

Info unter http://www.jumptownbadsaulgau.de.