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Meisterwerke im Stadtmuseum Bad Saulgau

Letzte Handgriffe vor der Vernissage am Sonntag: Beate Rimmele (Foto: Christina Benz)

Nur noch wenige Tage, und die Ausstellung muss niet- und nagelfest sein. Wie die Heinzelmännchen schleppt, hängt und stellt Museumsverantwortliche Beate Rimmele mit Klaus Nerlich die Exponate. Damit tun sie es dem regionalen oberschwäbischen Handwerk gleich, dem die  neue Ausstellung „Meisterlich“ des Stadtmuseums Bad Saulgau gewidmet ist. 

Von Sonntag, 3. November bis 26. Januar präsentiert das Museumsteam gemeinsam mit der Stadt im Rahmen des Kreiskulturforums „Handwerk und Industrie“ ausgezeichnete Meisterstücke, Lehrlings- und Gesellenarbeiten aus vielfältigen regionalen Branchen „Hintergrund ist unser Wunsch, die Vielfalt der Leistungsfähigkeit des lokalen Handwerks heute und in der Vergangenheit unter dem Geschichtspunkt der Ästhetik zu präsentieren“, so Rimmele und zeigt auf eines der Meisterstücke unter den Meisterstücken: Einen Barockstuhl, einer modernen Kreation eines Polsterstuhls der Sattlerin Michaela Reuter gegenübergestellt.

„Glanzstücke sind auch Hutkreationen der 93-jährigen Modistin Hilde Schneider, modisch beheimatet in den 70er-Jahren,“ sagt Rimmele. Vom Schneiderhandwerk stammen die Kostüme des Biedermeierpaares, das auch in den Bächtleumzug jährlich einbezogen ist. „Schreiner, Maler, Friseure, Sattler und Fliesenleger“, so Rimmele, was sich an Handwerk in der Region findet, sei auch in der Ausstellung zu entdecken.

Auch ein Optiker ist dabei. Und das ist Rimmeles helfende Hand selbst: Klaus Nerlich, bekannt aus dem Rathaus und integriert in die Ausstellung mit seinem Optiker-Meisterstück anno 1973, einem Riefenmonokel.Im Rahmen des Bad Saulgauer verkaufsoffenen Sonntags am 3. November findet um 11.30 Uhr die Vernissage statt.

Christina Maria Benz