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Kurzarbeit gegen Flaute – Knoll reagiert auf zurückhaltende Investitionen

Kurzarbeit gegen Flaute – Knoll reagiert auf zurückhaltende Investitionen
Knoll will in den kommenden zwölf Monaten ein Sparprogramm fahren: Stundenabbau auf den Zeitkonten (Foto: PR)

Auf die weltweit zurückhaltende Investitionstätigkeit bei Maschinen und Anlagen reagiert das Bad Saulgauer Maschinenbauunternehmen Knoll seit 1. Oktober mit Kurzarbeit und der Reduzierung von Leiharbeitern. Die Stammbelegschaft soll gehalten werden. Bis Ende August konnte das Unternehmen noch den gewohnten Umsatzplan fahren.

Bad Saulgau – Doch für das letzte Quartal rechnet Knoll mit deutlichen Einbußen. Unruhen im Nahen Osten, Dieselskandal und Brexit verunsichern die Wirtschaft. Zusätzlich wirkt sich der Wandel in Richtung Elektromobiliät auf die Autoindustrie aus. Betriebsinterne Maßnahmen sollen der Rezession zumindest innerbetrieblich Einhalt gebieten, wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht.

Ein firmeninternes Kostensenkungsprogramm soll jetzt im Verlauf der kommenden zwölf Monate Knoll deutliche Einsparungen ermöglichen. Nach dem Stundenabbau auf den Zeitkonten wurde ab Oktober Kurzarbeit für rund ein Drittel der Belegschaft eingeführt. Dieses Instrument der Agentur für Arbeit soll das Unternehmen entlasten und bei den Mitarbeitern die Gehaltseinbußen mildern.

Im personellen Bereich will Knoll die Leiharbeiterschaft reduzieren. Die Stammbelegschaft soll erhalten bleiben, so Geschäftsführer Matthias Knoll. Betriebsbedingte Kündigungen von Fachkräften seien nicht geplant. „Während der letzten großen Krise vor zehn Jahren war diese Vorgehensweise erfolgreich und hat uns als gesundes und verantwortungsvolles Familienunternehmen ausgezeichnet“, sagt Geschäftsführer Matthias Knoll dazu.

Christina Benz