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Corona Fälle 5 und 6 im Landkreis Sigmaringen

Corona Fälle 5 und 6 im Landkreis Sigmaringen
(Bild: Adobe Stock)
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Sigmaringen – Im Landkreis gibt es nun zwei weitere und somit 6 Coronainfizierte. Eine Familie aus der Mitte des Landkreises war Teil einer Reisegruppe, die Südtirol besucht hat. Das betroffene Familienmitglied ist nicht schwer erkrankt und befindet sich auf dem Weg der Besserung, die übrigen Familienmitglieder sind symptomfrei und müssen daher nicht getestet werden.

Die Familie hat vorbildlich gehandelt, ist nach der Rückkehr von der Reise zu Hause geblieben und hat Kontakte gemieden. Es gibt somit nur wenige Kontaktpersonen, die sich angesteckt haben könnten, diese werden entsprechend beraten.

Im zentralen Landkreis Sigmaringen gibt es noch einen zweiten Fall. Er ist dem anderen Fall sehr ähnlich. Es besteht ebenfalls eine Verbindung zu einer Reise nach Italien. Auch hier handelt es sich um eine eher leichte Erkrankung ähnlich einer Erkältung. Die betroffene Person hat ebenfalls nach Reiserückkehr wie empfohlen Kontakte gemieden und sich zuhause abgesondert. Die Familienangehörigen zeigen keine Symptome.

Dem Gesundheitsamt ist zugetragen worden, dass in einigen Fällen Familien und auch weitere Personen ausgegrenzt und teilweise angefeindet wurden, nachdem öffentlich bekannt wurde, in welchen Orten sie wohnen. „Hierfür gibt es absolut keinen Grund. Alle Betroffenen haben richtig gehandelt, sind zu Hause geblieben, haben sich telefonisch an den Arzt gewandt und sich testen lassen. Sie haben niemanden gefährdet“, stellt Dr. Susanne Haag-Milz, die Leiterin des Gesundheitsamts, klar.

Sobald ein Fall bekannt wird, werden so rasch als möglich die Ermittlungen von Kontaktpersonen aufgenommen und entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet. Um Betroffene künftig zu schützen, wird der Landkreis bei weiteren Fällen nur noch die Region und keine einzelnen Gemeinden mehr nennen. Lediglich wenn sich Infektionsketten nicht ausreichend abgrenzen lassen und ein Bedarf an Information für die Öffentlichkeit besteht, würde das Gesundheitsamt den Ort nennen, so Haag-Milz.