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Bürgermeister ruft zu Flashmob auf

Bürgermeister ruft zu Flashmob auf
(Bild: Adobe Stock)
WOCHENBLATT

Mengen – Der Mengener Bürgermeister Stefan Bubeck ruft nach dem italienischen Vorbild zur Abwechslung und Ablenkung von der Corona-Pandemie am kommenden Wochenende zu einem Flashmob unter dem Titel „Mengen singt“ auf:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Corona-Pandemie hat sich in den letzten Tagen zu einer für unsere Gesellschaft bisher nicht vorstellbaren Herausforderung entwickelt. Die Reisefreiheit ist eingeschränkt, soziale Kontakte müssen auf ein Minimum reduziert werden, das öffentliche Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die dynamische Entwicklung der Infektionsfälle erfordert von uns allen ein hohes Maß an Verantwortung im Umgang mit dieser Krankheit, aber auch im Umgang miteinander. Damit die weitere Ausbreitung des Virus verzögert werden kann, bitte ich Sie ausdrücklich, den Anordnungen der Behörden Folge zu leisten, möglichst zu Hause zu bleiben und die vorübergehenden Einschränkungen in Ihrem Lebensalltag zu akzeptieren.

Selbst wenn uns die Entwicklungen der letzten Tage sehr beunruhigt und derzeit niemand die weiteren Folgen dieser Pandemie abschätzen kann, so rufe ich Sie gleichwohl zur Ruhe und Besonnenheit auf. Lassen Sie sich nicht von der Hysterie anstecken. Angst ist kein guter Ratgeber. In der Ruhe liegt die Kraft!

Wir sollten uns auf unsere Stärken besinnen und darauf konzentrieren, wie wir diese schwere Zeit möglichst gesund und sinnvoll überstehen können. Dass Versammlungsverbot, die Schließung vieler Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, Restaurants, Cafés und Bars führen dazu, dass Sozialkontakte außerhalb des familiären Umfeldes nahezu ausgeschlossen sind.

Zur Abwechslung und Ablenkung von der Corona-Pandemie sowie als Solidaritätsbekundung für eine starke bürgerliche Gemeinschaft in unserer schönen Stadt darf ich alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu aufrufen, sich am kommenden Wochenende am Flashmob „Mengen singt“ zu beteiligen.

Am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils um 18 Uhr ist die Bevölkerung aufgefordert, von zu Hause aus den Fenstern und Türen heraus oder von den Balkonen herunter gemeinsam ein Lied zu singen. Diejenigen, die ein Instrument beherrschen, sind gerne eingeladen, das Lied auch instrumental zu begleiten. Die Liedtexte sowie die Noten sind nachfolgend abgedruckt. Als Lieder wurden ausgewählt:

Freitag: Schnettermarktlied
Samstag: Ölberglied
Sonntag: Nationalhymne

Mit diesem Flashmob können wir den COVID 19-Virus zwar nicht besiegen, aber in die schwierige Zeit bis zur Wiederherstellung der Normalität zumindest etwas Abwechslung bringen.

Freundliche Grüße

Ihr

Stefan Bubeck
Bürgermeister

Schnettermarktlied
Was rennet früh am Morgen in unsre Stadt herein
So frisch und ohne Sorgen viel Frau’n und Mägdelein.
Sieh dort am Rahaus Brunnen, da steht die holde Schar!
Was wird denn da gesponnen, sagt an, ist Hochzeit gar.
Nein, das kann ja doch nur unser Schnettermarkt sein
für Groß und für Klein, der Schnettermarkt sein,
das kann ja doch nur unser Schnettermarkt sein,
kauft ein, kauft ein, kauft ein.
Hier könnt ihr alles Kaufen, ob Blumenkohl und Fett.
Um Eier könnt‘ ihr raufen, das ist ja gar so nett.
Einst gabs noch süße Butter, man findet sie nicht mehr.
Sot etwas kennt die Mutter nur noch vom Kochbuch her.
Nein, das kann ja doch nur unser Schnettermarkt sein
für Groß und für Klein, der Schnettermarkt sein,
das kann ja doch nur unser Schnettermarkt sein,
kauft ein, kauft ein, kauft ein.
Und alle Menger Mädla, die kriegen einen Mann.
Das geht ja wie am Rädle, hast deine Freude dran.
Und all die nadern Schönen, vom Dorfe ringsumher.
Die brauchen sich nicht grämen, am Brunnen wartet er.
Hoi, das kann ja doch nur unser Schnettermarkt sein
für Groß und für Klein, der Schnettermarkt sein,
das kann ja doch nur unser Schnettermarkt sein,
kauft ein, kauft ein, kauft ein.