Narren der Superklasse
„Narra raus“ schreien die Dürmentinger Dreiviertelsnarren zur Fasnetszeit. Ob groß oder klein, jung oder alt - alle sind sie auf der Straße, wenn Modder, Vadder und Kend die Herrschaft übernommen haben und Bürgermeister Wolfgang Wörner nur noch im Narrenhäs etwas zu sagen hat.
Dürmentingen – Die Narretei in Dürmentingen hat dank der Gabeln längst schon Einzug gehalten. Am heutigen glombigen Donnschtig allerdings wird‘s augenfällig, wenn der Bürgermeister abgesetzt wird und der Narrenbaum als Symbol der Macht vor dem Rathaus steht. Danach geht‘s für die am Vormittag befreiten Buben und Mädchen gleich zum Kinderball. Und am Abend drehen die Maschker bei der Gabel die dritte Runde durch die Lokale.
Hoch her geht es alljährlich bei der Straßenfasnet am Fasnetsmontag. Dabei darf man sich in diesem Jahr trotz der winterlichen Temperaturen garantiert auf den Frühling freuen, heißt das Motto doch: „Willkommen im Garten“. Um 13.30 Uhr wird der Umzug in der Stammstraße gestartet und führt zur Festhalle, wo das große Finale des närrischen Treibens mit buntem Gartenallerlei stattfindet.
Stolz sind die Dürmentiger Dreiviertelsnarren auf ihre Narrenbälle. Der erste findet am Samstag, der zweite am Fasnetsmontag in der Festhalle statt. Start ist jeweils um 20 Uhr.
Zum Gelingen tragen Klein und Groß bei und natürlich die Schalmeien unter der Leitung von Wolfgang Kettnaker, die zum Einzug der Narrenfamilie und einiger Dreiviertels- und Stocknarren für einen fetzigen Anfang sorgen. Jessica Schmid, Ines Wichert und Nathalie Schirmer führen mit kleinen närrischen Geschichten durch das Programm.
Traditionell ist der Auftritt der „kleinen Gmoidsarbeiter“. Der närrische Nachwuchs befasst sich unter anderem mit der Bürgermeisterwahl 2013. Ein Ballklassiker sind die Moritaten mit den Texten von Wolfgang Kettnaker, zu seiner „Quetsche“ gesungen von Wolfgang Fischer und Wolfram Kettnaker. Die Bilder dazu malte Allah Städler. Damen und Herren glänzen bei Ballett-Auftritten. In die Bütt steigen mit Heike Haase und Robert Dreher zwei Fasnachter der Superklasse. Doch sie reden nicht nur, sondern beziehen das närrische Publikum mit ein. Den Schlusspunkt setzen die Schalmeien, die als „Beetboys“ in Gärtnermanier den Saal mit Musik vom alten Schlager bis hin zur Polka aufmischen.






