• RSS Feed
  • Facebook
  • Twitter
Ravensburg
 >  Lokales > 
16.02.2012

Ermittlungen gegen Prof. Mang

Die Staatsanwaltschaft Kempten hat den Lindauer Schönheitspapst Werner Mang ins Visier genommen

Die Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt gegen den Lindauer Schönheitspapst Werner Mang, doch dessen Rechtsanwalt geht davon aus, dass das Verfahren „in Kürze einstellungsreif“ ist.

Lindau/Kempten – Anwalt Steffen Ufer verströmt Zuversicht: „Die strafrechtlichen Vorwürfe gegen den Chef der Bodenseeklinik, Prof. Dr. Werner L. Mang, sind weitgehend ausgeräumt“, ließ er am Dienstag in einer Presseerklärung verlauten. Die Staatsanwaltschaft Kempten überprüft, ob Mang wissentlich einen Arzt ohne die erforderliche Zulassung (Approbation) in seiner Bodenseeklinik operieren ließ. „Zwischenzeitlich“ hätten die Ermittler „akzeptiert“, dass dieser Arzt „sehr frühzeitig eine rechtlich wirksame Zulassung zur Durchführung von Operationen aller Art hatte“, schreibt Ufer. Der Haftbefehl gegen den 65-Jährigen sei deshalb aufgehoben worden.

Ufer sieht für seinen Mandanten Mang deshalb kein größeres juristisches Nachspiel: „Die Staatsanwaltschaft akzeptiert, dass höchstens zehn bis 15 ungeklärte Fälle im Raum stehen.“ Zudem habe der fragliche Arzt „zu jeder Zeit eine Schweizer Approbation“ gehabt.

Die Staatsanwaltschaft Kempten bestätigte zwar die Aufhebung des Haftbefehls. „Die Aufklärung des Gesamtsachverhalts wird weiter intensiv betrieben“, hieß es jedoch in einer Pressemitteilung. Der tatverdächtige Arzt sei von Januar 2009 bis August 2010 in der Lindauer Klinik als Chirurg tätig gewesen und habe dort zahlreiche Operationen durchgeführt. Gegen Klinikchef Mang werde wegen des Verdachts der Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung in 274 Fällen ermittelt. ust/baf