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Diesmal wurden gleich vier junge Männer beim Leistungswettbewerb des Handwerks Bundessieger: Daniel Straub (li.), Stephan Kiechle (2. v. li.), Jona Weller (3. v. li.) und Alexander Preuss (re.). "Hören Sie niemals auf, neugierig zu sein!", gab ihnen Doris Siegle (Mitte) mit auf den Weg. Sie ist Unternehmerfrau im Handwerk 2009 und hielt bei der Preisträgerehrung im Ravensburger Schwörsaal die Festrede. Foto: BIRGIT MEHL

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Zum achten Mal richtete die Kreissparkasse Ravensburg einen solchen Ball für die Zunftmeister der regionalen Narrenzünfte aus, "um Ihnen für Ihr Engagement in der Brauchtumspflege zu danken", so Heinz Pumpmeier, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkassse. Unter dem Motto "Hollywood" zeigte sich mancher Star, so die drei Kreisparkassenvorstände, die einen Abend lang Karl Lagerfeld sein durften. "Jeder Ball braucht einen schönen Mann, deshalb bin ich heute da!", so Pumpmeier, der in der Fasnet gern seine Scheinwerfertauglichkeit beweist und souverän moderierte. Die Tanzschule Desweemèr zeigte, "wie Can Can richtig geht", die Flying Flips des TV Weingartens wirbelten mit ihren Flic-Flacs schwerelos über die Bühne und die Narrenzunft Oberzell präsentierte eine Tanzeinlage passend zum Motto. Mit ohrenbetäubendem und mitreißendem Sound trieb die Lumpenkapelle Taldorf Gäste und Gastgeber zum Mittanzen auf die Stühle. Außerdem wurden stilecht Oskars verliehen, unter anderem für den besten Hauptdarsteller, Landrat Widmaier, und die erste Kreishexe, Eva-Maria Meschenmoser. Widmaier bedankte sich mit den Worten: "Der Zunftmeisterempfang ist jederzeit eine Sünde wert!" KARIN BOUKABOUB
Wurst mit Geschichten
"Konsequenz ist eine der wichtigsten Dinge, die man braucht, wenn man etwas erreichen will", lautet einer der Kernsätze, die Doris Siegle den Preisträgern des Leistungswettbewerbs des Handwerks im Ravensburger Schwörsaal mit auf den Weg gab. Nach dem Abitur träumte sie davon, im Auswärtigen Amt zu arbeiten und ließ sich zur Europasekretärin ausbilden. Doch dann heiratete sie Frank Siegle und arbeitete in der Metzgerei mit, die er in Bissingen übernahm. Heute ist sie Geschäftsführerin und GmbH-Gesellschafterin. Im vergangenen Jahr wurde sie zur Unternehmerfrau im Handwerk gekürt, eine Auszeichnung, die mit Unterstützung des Bundesverbands der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) vom Münchner Wirtschaftsmagazin Handwerk verliehen wird. Im Schwörsaal erzählte Doris Siegle, wie sie aus der Metzgerei in einer engen Seitenstraße eine Marke machte. Dazu löste sie den Verkaufsraum mit originellen Dekorationen von seinem Fliesen-Image, erweiterte das Sortiment um immer wieder neue Wurstsorten mit wohl klingenden Namen und Geschichten dazu und arbeitete eine strenge Verkaufs- und Teamphilosophie aus. Doris Siegle: "Ich kann nur Mitarbeiter brauchen, die wollen."
Sie müssen sich vertraglich zur fachlichen und auch persönlichen Weiterbildung verpflichten. Auf dem Programm stehen außerdem gemeinsame Unternehmungen, zu denen auch schon einmal der Besuch eines Kostmetikstudios gehörte. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, will Doris Siegle ihren Kunden beim Einkaufen Erlebnisse verschaffen, die bei ihnen positive Gefühle hervorrufen. Die Metzgerei bietet daher nicht nur Fleischwaren, sondern auch Ernährungstipps, Kochkurse und Themenabende an. "Ich bin begeistert", sagte Kreishandwerksmeister Wilhelm Stotz, als Doris Siegle geendet hatte. bime
Erschienen am Donnerstag, 11. Februar 2010