Aber schon bald orientierte sich die Narrenzunft in Richtung alemannischer Fasnacht und suchte Hilfe beim damaligen Brauchtumsmeister des Alemannischen Narrenrings, Herbert Mayer. Dieser entwarf die Maskengruppen und Häser für die Narrenzunft. Es entstanden:
- der Hoka-Ma (rechts, Foto von 1999), der Sage nach eine grausame, Furcht erregende Gestalt, die an der Riß unter einer Brücke lebte und Vorbeikommende mit einem langen Haken in den Fluss zog. Er trägt eine grimmige, dunkle Maske und weist mit seinem grünen Hut und den Haaren aus Schilfgras auf sein Leben im Wasser hin.
- das Mühlbachweible (Mitte) . Es ist ein Weißnarr, ein guter Geist, der Kinder beschützt und vor Bösem behütet. Wie der Name bereits aussagt, lebte es am Mühlbach an den drei Mühlen.
- der Laiabudel (links) . Er soll zwischen Altheim und Schemmerhofen sein Unwesen getrieben und bei Nacht und Nebel die Spätheimkehrer überfallen haben. Dabei verwandelte er sich aus seiner Menschgestalt in einen angreifenden Hund. Diese Verwandlungskünste sind der Grund für das streng geteilte Häs. Auf der rechten Seite zeigt es eine menschliche Gestalt mit Stoffjacke und -hose, auf der linken Seite den bösen Laiabudel mit dunklem Fell.
Erschienen am Donnerstag, 28. Januar 2010