Sie ist diplomierte Tierheilpraktikerin, doch für "Edgar die Fledermaus" oder "Die kleine Elfe Mink" braucht Pia Bächtold keine Medizin. Es sind Märchenfiguren von ihr oder aus Büchern, die die 47-jährige Neu-Wangerin unter ihrem Namen verlegt. Märchen, Science-Fiction und Fantasy sind jetzt ihr Reich, "weil ich da meine Figuren bastle, meine Welten habe. Davon verstehe ich am meisten."
"Seit ich schreiben kann", verfasst Pia Bächtold Kurzgeschichten und veröffentlichte diese mit anderen Autoren in einem US-amerikanischen Verlag. Als dieser aufhörte, sagte sich die gebürtige Erlangerin: "Jetzt machen wir mal ein Buch." Das war 2007, nachdem sie mit ihrem Mann nach Wangen gezogen war. Heraus kam "Die kleine Elfe Mink und ihre Abenteuer". Dann ging alles ganz fix. Es sprach sich in der Szene schnell herum, dass wieder jemand Märchen verlegt. Man kennt sich ja.
"Das große Elfenbuch und die verschollenen Märchen" war das erste einer Trilogie, von denen inzwischen alle auf dem Markt sind, etwa 350 Seiten und im Schnitt 32 Geschichten haben von Autoren aus aller Welt. Es folgten ein Fantasy-Roman, eine Märchensammlung und märchenhafte Gedichte verschiedener Autoren. In Arbeit hat die Verlegerin zurzeit einen Science-Fiction und eine weitere Gedichtsammlung.
"Es macht halt einfach Spaß", freut sich Pia Bächtold, bei der die Märchen im Vordergrund stehen. "Das ist mein Baby!" "Fantasy und Science-Fiction gehören einfach dazu."
Eigentlich wollte sie ihren Verlag "Musketier" nennen, weil nach dem Ende des US-amerikanischen Verlags "wir weiterkämpfen für unsere Märchen. Da wäre der Name geeignet gewesen", ist aber geschützt. Und so findet eben der "Schneeglöckchen-Alarm" im Wangener Buchweg 18 statt.} Märchen für jedes Alter verlegt die Neu-Wangenerin Pia Bächtold. "Am meisten lesen es die Erwachsenen!" Foto: Uli Kurz
Erschienen am Donnerstag, 24. April 2008